Intention und Imanigation

Ein kleines Experiment zur Körperarbeit/-wahrnehmung/-neugier/...

 

Vor Kurzem wurde ich zu diesem kleinem Experiment inspiriert. Es geht dabei um die Wirbelsäule. Genauer gesagt um das Steißbein. Nein, nicht um das Kreuzbein, dass du am untern Rücken spürst, sondern wirklich ums Steißbein. Also das "Anhängsel", den letzten Rest unseres verkümmerten Schwanzes. Zu tasten ist es nicht so leicht. Es versteckt sich oft. Vielleicht weil wir zu oft darauf gefallen sind?

Also, nun zum Experiment.

Ich habe mein Steißbein verlängert, verlängert zu einer Hunderute (Hundeschwanz). Die Verlängerung schaut aus mir heraus. Meine Rute ist die von einem Labrador. Stark, fest, kräftig und ziemlich lang. (Falls du auch dieses Experiment machen möchtest, dann schau einfach was sich bei dir für ein Bild einstellt. Vom Schweinekringelschwänzchen über ein Pferdeschweif bis zu einer Walschwanzflosse ist alles möglich.)

Dann habe ich gefühlt. Von der Schwanzspitze über's Steißbein die ganze Wirbelsäule hinauf bis in meinen Schädel hinein. Und, was soll ich sagen, es gab einen Knick. Und zwar genau an der Ansatzstelle von Labradorschwanz und Steißbein.

Wenn ich ein Hund wäre würde man vermuten, ich hätte mir den Schwanz gebrochen.

Also habe ich diese Stelle in meiner Vorstellung geglättet, so dass ich e i n e lange Wirbelsäule hatte. Das hat doch einige Zeit gedauert. Ich musste ein wenig mit meinem Kreuzbein (ja, Kreuzbein) ruckeln und auch die Schultern noch mal loslassen. Eine tiefe Atmung hat auch geholfen. Aber dann stellte sich ein tolles Gefühl von Ganzheit ein. Von der Schwanzspitze, irgendwo zwischen meinen Unterschenkeln, bis hinauf zum Kopf. Dabei habe ich gemerkt wie sich die untere Wirbelsäule gelockert hat und ich aufgerichteter stand.

Außerdem stellte sich die Erkenntnis ein, wie verspannt ich vorher war.

Jetzt nutze ich diese kleine Übung oft, wenn ich Verspannung in der Wirbelsäule spüre , sich Kopfschmerzen anbahnen oder einfach nur so.

Das sieht dann so aus. Wenn ich z.B. gehe denke ich, ich wedele dabei mit meinem Hundeschwanz. Diese Bewegung geht dann durch den ganzen Körper und lockert ihn dabei.

Und dann benutze ich meine Wirbelsäulenverlängerung noch zum stabilisieren. Ich habe nämlich gemerkt, wenn ich z.B. wische,  staubsauge, usw. und dabei mein Steißbein verlängere, habe ich so etwas wie ein drittes Bein. Es gibt mir mehr Standfestigkeit und sorgt für einen Ausgleich in der Balance. Sich zu bücken, wenn der Schwanz auf den Boden stößt, fühlt sich ganz anders an.

Falls du neu-gierig  geworden bist, versuche es ruhig. Alles ist erlaubt. Es gibt kein so oder so soll es sein. Sei kreativ oder auch nicht. Das ist das schöne dabei.

Und wenn du magst, dann schreibe mir doch, was dir so begegnet ist. Ich freue mich.

www.trumpke.de
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